Dienstag, 17. Mai 2016

Starke Nerven




Starke Nerven. Die habe ich hier in den letzten 2 Wochen wirklich brauchen können.

Ich fange mal, mit der ganz schrecklichen Sache an. Letzten Mittwoch mussten wir schweren Herzens unser Kaninchen Hoppel einschläfern lassen. Er hat 9 Jahre lang bei uns gelebt und unser Leben bereichert. Er war unser Seelenkaninchen. So haben wir ihn immer genannt. Er hatte so tolle Augen, Augen die einem bis auf die Seele schauen konnten. Er war einfach ein Sonnenschein. Er war freundlich, lustig, lieb, einfach toll. Für den Chaoskönig und mich sind Haustiere Familienmitglieder. So werden sie auch behandelt. Mit Respekt und Liebe. Die Kaninchen – Bande hat bei uns sogar ein eigenes Zimmer, mit Balkon. Jetzt ist Hoppel nicht mehr da. Ich war wirklich fertig mit den Nerven, letzte Woche. Einfach furchtbar, so eine Entscheidung treffen zu müssen. Mich nimmt das jedes Mal so mit, wenn ein geliebtes Tier stirbt, dass ich immer sage, jetzt will ich kein Haustier mehr haben, weil der Schmerz so groß ist und ich mich so schrecklich sorge, wenn es ihnen schlecht geht. Aber Hoppel hat ja nicht allein gelebt, da ist ja noch unsre Chip. Eine alte Kaninchendame, die wir letztes Jahr für unseren Hoppel aus dem Tierheim geholt haben. Leider verstarb letzten Sommer Hoppels Partnerin Betty (ach, Betty…). Was für eine Option haben wir. Entweder Chip alleine lasse. NEIN! Geht ja gar nicht. Das ist das schlimmste was man einem Kaninchen antun kann, es alleine zu halten. An alle da draußen, die das hier vielleicht lesen: Haltet ein Kaninchen nie nie und niemals nie alleine!!!! Und sagt es allen, die es nicht wissen. Kaninchen leben in Kleingruppen, sie brauchen Partner und sie brauchen Kaninchen als Partner, keine Meerschweinchen! So, das musste ich jetzt gesagt haben. Also gab es noch die Option, Chip abgeben (heul), niemals. Unsre Chip doch nicht. Also, sind wir am Samstag losgezogen und haben einen Partner für Chip geholt. Er ist klein, schwarz, seidig weich und heißt Paul. Paul kommt aus einer Heimtierhilfe hier bei uns im Ort. Er wurde dort von seinen Vorbesitzern hingebracht, weil er und sein Kaninchenkumpel sich nicht verstanden haben. Sie wurden auf zu engem Raum gehalten. Paul hat ein Stück seiner Unterlippe und ein Stück seiner Nase eingebüßt.  Kaninchen brauchen nämlich auch viel Platz, sonst werden sie aggressiv, gegen andere und gegen sich selber. Aber Paul und sein Kumpel haben sich erholt. Ja und Paul bewohnt jetzt die Kaninchen – WG bei uns. Wir freuen uns, dass er bei uns ist. Mit dem einen oder anderen Freuden – Bocksprung erinnert er uns an unseren Hoppel (als dieser noch so jung war).



Das waren einmal starke Nerven, die ich gebraucht habe.

Die anderen starken Nerven habe ich für den 70. Geburtstag meines Vaters gebraucht. Das war eine Aufregung! Schon Wochen vorher war mein Vater nervös und aufgeregt und hat es sich nicht nehmen lassen, meine Schwester und mich davon fast täglich in Kenntnis zu setzen. Egal zu welchen Tageszeiten, egal ob zu Hause oder an der Arbeit (ungelogen, es kam nicht selten vor, dass ich Nachrichten auf dem AB hatte, 12 verpasste Anrufe auf dem Telefon und 8 verpasste Anrufe auf dem Handy; das ist nicht übertrieben!!!). Dann habe ich meinen Papa völlig entnervt zurückgerufen, weil ich dachte, es ginge um etwas wirklich Wichtiges, was unbedingt noch erledigt werden muss, für den Geburtstag. Dann war es doch nur die Info, dass er das Essen schon ausgesucht hat (die Info habe ich aber ungefähr schon 6x bekommen…) Ja, ja, mit dem älter werden, das ist so eine Sache. Mein Vater sagt ja selber, dass er jetzt wieder kindisch wird, da wird es uns wenigstens nicht langweilig. Jo, das kann ich nur bestätigen…

Auf jeden Fall war der Geburtstag sehr schön. Es waren sehr viele nette Menschen da. Viele Menschen, die ich lange nicht mehr gesehen habe. Der Abend ging natürlich sehr schnell rum, aber er wird mir noch lange in Erinnerung bleiben, weil es so schön war. Mein Papa ist auch ganz begeistert und glücklich, das ist die Hauptsache.

So braucht man starke Nerven für die unterschiedlichsten Dinge, die uns das Leben bereitet. Schöne Dinge – traurige Dinge. All das gehört zum Leben dazu. Muss ich euch ja nicht sagen, dass wisst ihr ja alle. Jeder von uns hat ja so seinen Rucksack auf dem Rücken, gefüllt mit den unterschiedlichsten Sachen. Wichtig ist, dass ihr euren Rucksack gelegentlich mal absetzt oder ihn gemeinsam mit anderen Menschen tragt und dass ihr euren Rücken stärkt, damit er an dem Rucksack nicht zerbricht. Ganz wichtig!

Aber, ihr wisst das ja selber.

Um meinen Rücken zu stärken, habe ich mir etwas gegönnt. Schon lange wünsche ich mir, wieder so ein richtig leckeres Stück Torte zu essen. So und gestern habe ich mir eine gebacken. Den Tortenboden habe ich umgewandelt, so dass ich ihn essen darf. Die Tortencreme habe ich aus Kokosmilch (aufgeschlagen, gesteift) und Himbeeren gemacht. Soooo lecker!!!! Und ganz ohne Kuhmilch und Zucker. Ich bin begeistert!

Euch eine schöne Woche und denkt an eure Rücken!

Eure Dinkfrau


Sonntag, 1. Mai 2016

Wer hat an der Uhr gedreht? STRESS!!!!! OHJE!




Da bin ich wieder. Ohje, die Zeit rast! Jetzt ist es schon Mai. Und der letzte Blogeintrag liegt Wochen zurück….

Aber keine Sorge, ich bin nicht wieder im Alltagskarussel angekommen. Daraus habe ich mich befreit. Ich war im Freizeitstress. Seltsames Wort. Freizeit und Stress, eigentlich sollte das ja nicht zusammen genannt werden, oder? Aber am Freitag war ich auf einem Vortrag und da wurde das Wort Stress nicht als negativ ausgelegt. Im Gegenteil. Stress kann uns auch kreativ machen und mutig. Wichtig ist eben nur, die Kurve zur Entspannung zu kriegen. Die habe ich am Freitagabend (nach dem Vortrag) dann auf jeden Fall gekriegt. Der Chaoskönig und ich waren mal wieder im Yoga Shala zum Meditieren. Wir haben diesmal gechantet (ich glaube, so nennt man das).  Das bedeutet, dass wir mit mehreren Personen im Kreis sitzen (diesmal auf brandneuen Meditationskissen) und zusammen eine Art Sprechgesang sprechen. 30 Minuten lang…das klingt erstmal echt lange. Immerhin sitzt man in der Zeit nur und jedes Husten, Niesen, eingeschlafenes Bein wird ignoriert. Interessant war für mich, dass ich die erste Zeit noch viele Sachen im Kopf hatte und die im Geiste durchgegangen bin (was muss ich morgen erledigen? Habe ich die Wäsche angestellt? …blablabla). Irgendwann hat man den Sprechgesang und die Bewegung der Finger so verinnerlicht, dass der Geist sich abschaltet, also mein Geist hat sich zumindest abgeschaltet. Keine Ahnung, wie das bei den anderen war. Ja und auf einmal war die Meditation vorbei. Das war eine interessante und entspannende Erfahrung. Das tolle ist, diese Meditation soll schlimme Dinge oder Altlasten aus meiner Vergangenheit in der Gegenwart ins positive umwandeln.

Gut, dass ich das auch schon vorher ohne die Meditation geschafft habe. Ich bin nach wie vor sehr glücklich, dort, wo ich jetzt arbeite. Viele Kollegen/ Kolleginnen habe ich in mein Herz geschlossen und die, die etwas schwierig erscheinen, weiß ich gut zu nehmen. In meinem Kopf gibt es schon einen Blick in die entfernte Zukunft. Ein Wunsch, den ich schon lange habe. Eine berufliche Weiterbildung. Mit der jetzigen Arbeitsstelle wäre dies auch möglich. Ich werde es im Hinterkopf behalten und was daraus machen.

Also, wie ihr seht, geht es mir im beruflichen Bereich echt gut.

Wie sieht es denn mit dem privaten Bereich aus? Daumen hoch! Beide Daumen hoch.  Ich bin gerade ein sehr positiver Mensch. Mir geht es einfach gut. Ich genieße mein Leben. Gerade vorhin haben der Chaoskönig und ich so schön draußen in der Sonne gesessen und einfach nur genossen.

Meine Ernährungsumstellung läuft sehr gut. Meine Waage würde Purzelbäume vor Freude schlagen, wenn sie es denn könnte. Ich habe mittlerweile 8 KG kg abgenommen. Ohne zu hungern. Was habe ich in der Vergangenheit nicht schon alles versucht, um abzunehmen. Immer hatten die Diäten mit Heißhunger Attacken und knurrenden Magen zu tun. Jetzt esse ich von der Menge her nicht wenig, ich bin immer satt und manchmal denke ich: „Uff, du hast heute zu viel gegessen.“ Der Gang auf die Waage zeigt mir aber, dass mein Organismus mit der Menge keine Probleme hat. Er hatte Probleme mit der Kuhmilch und mit dem Zucker. Mein Stoffwechsel funktioniert endlich gut und mein Körper verwertet und setzt nicht nur an. Bisher fehlt mir die Kuhmilch immer noch nicht und ich glaube, sie wird mir auch nicht mehr fehlen. Ich bin meiner Osteopathin so unendlich dankbar. Diese Dame ist so positiv, sie ist so ein toller Mensch. Ich bin so froh, sie getroffen zu haben (ein großer Dank an meine Freundin S., sie hat mir diese Dame empfohlen). In den letzten Wochen haben so viele Menschen zu mir gesagt: „Du siehst so gut aus. So glücklich und gut!“ Das geht natürlich runter wie Öl. Ich glaube, viele wissen gar nicht, dass ich abgenommen habe, die 8 kg sieht man ja auch nicht so offensichtlich (glaubt mir, das sind noch genug Kilos, die folgen müssen), aber sie sehen, dass irgendwas an mir anders ist und dass es etwas Gutes ist, denn das strahle ich aus.

Freizeitstress. So fing der Eintrag eigentlich an. Der Chaoskönig war 2 Wochen dienstlich unterwegs. Ich habe diese 2 Wochen genutzt und habe mich wieder mit vielen tollen Menschen getroffen. Ich war jeden Tag nach der Arbeit unterwegs und kam abends erst spät nach Hause. So verfliegt die Zeit natürlich. Aber es ist so wichtig, dass wir unseren Körper gut behandeln und uns gute Dinge antun. Sich mit netten Menschen zu treffen ist eine Sache davon. Soziale Kontakte sind so wichtig. Also, greift zum Telefon und vereinbart Termine mit euren tollen Mitmenschen!!!

Und trefft euren eigenen tollen Chaoskönig. Meiner ist zum Glück wieder bei mir und reist nicht alleine in der Weltgeschichte rum.

In diesem Sinne, wünsche ich euch einen tollen restlichen Sonntag und eine gute Woche!

Eure Dinkfrau

Sonntag, 3. April 2016

Kuchen, Ingwerwasser und Sonne



Ich weiß gar nicht, in der wievielten Woche ohne Kuhmilch und Zucker ich mich befinde. Ich zähle nicht mehr. Es ist mir in Fleisch und Blut übergegangen. Was mich allerdings schon gefuchst hat, war die Tatsache, dass ich so gar keinen Kuchen essen konnte. Das hat schon an mir genagt. Anderen immer dabei zugucken, wenn sie Kuchen essen, ist einfach doof. Bei Amazon habe ich dann ein Back Buch entdeckt, das auf meine Bedürfnisse abgestimmt ist. Die Rezepte enthalten unter anderem keinen Zucker und keine Milch. Genial! Den ersten Kuchen habe ich gleich gestern gebacken und der Chaoskönig und ich haben ihn uns schon schmecken lassen. Er war wirklich sehr gut. Ich freue mich schon darauf, die anderen Rezepte auszuprobieren.

Der Gang auf die Waage war gestern Morgen auch sehr erfreulich, mittlerweile habe ich ca. 5 kg verloren. Ganz ohne zu Hungern und ganz unbewusst. Dieser Nebeneffekt ist genial und motiviert mich natürlich sehr. Meine Osteopathin prophezeite mir ja, dass sich die Ernährungsumstellung auch positiv auf mein Gewicht ausüben würde. Ich bin ihr so dankbar!

Habt ihr schon einmal Ingwerwasser gekostet? Ich habe es vergangene Woche getan. Ich bin sehr überrascht, darüber, wie lecker das schmeckt. Ingwer ist ja unter anderem gut für die Verdauung und soll das Immunsystem stärken. Schon lange wollte ich es testen.  Beim Einkaufen habe ich dann eine Ingwerwurzel eingepackt und nachdem sie eine Woche im Gemüsefach unseres Kühlschranks rumgelegen hat, habe ich mir einfach mal ein Ingwerwasser gekocht. Mit den Gedanken, so eine Tasse am Tag, soll ja gut fürs Immunsystem sein, das würge ich schon runter. Ich war dermaßen positiv überrascht, wie gut das schmeckt. Jetzt bereite ich mir täglich mein Ingwerwasser zu. Ich kann es sehr empfehlen, ehrlich! Ich schneide mir 5 -6 Scheiben Ingwer ab und übergieße diese mit kochendem Wasser. Lasse es 20 Minuten ziehen und fertig. Schmeckt warm genauso gut wie kalt. Sogar dem Chaoskönig schmeckt es (er ist wirklich unkompliziert geworden, was essen und trinken angeht).



Die Sonne scheint! Das finde ich toll! Ihr auch? Der Chaoskönig und ich haben das gute Wetter auch gleich genutzt und waren auf einem Baumkronenpfad. Ein bisschen Überwindung hat es mich schon gekostet, über die Hängebrücken zu gehen, ich habe etwas Höhenangst. Es war aber ok und hat Spaß gemacht. Ich liebe es ja, einfach draußen zu sein und Bäume sind einfach toll.

Heute haben wir unsere erste Fahrradtour für dieses Jahr gemacht. Rauf aufs Rad und ab in die Felder. Die Sonne genießen, Vitamin D tanken, den Frühling riechen. Ich genieße das Leben!

Ich hoffe, ihr auch!

Einen sonnigen nach Frühling duftenden Start in die Woche wünscht euch,

Eure Dinkfrau!

PS: Ich habe die erste Ladung Wäsche für dieses Jahr im Garten getrocknet. Die riecht dann immer so wunderbar nach Sonne und frischer Luft!





Dienstag, 22. März 2016

Fiinaleee ... ich befinde mich in der 6. Woche




Wie es der Titel des Blogeintrages schon sagt. Ich bin im FINALE!!!! Ich bin mitten in Woche 6 (ohne Zucker und Kuhmilch). Und jetzt? Was tue ich? Fiebere ich Samstag entgegen und esse tonnenweise Sahnetorte, Schokolade und trinke 5 Liter Milch? Nee, ich glaube eher nicht. Ich mache weiter, einfach so. Warum? Zum einen hat sich meine Osteopathin noch nicht gemeldet (was komisch ist, sonst war sie immer so flott…) und zum anderen läuft es gerade so gut. So locker und flockig. Ich habe mich daran gewöhnt und mein Umfeld hat sich auch dran gewöhnt.

Sechs Wochen einfach so rum, das ist unglaublich? Wer hat an der Uhr gedreht (ist es wirklich schon so spät? *Ohrwurm* na toll…)? Zu Anfang dachte ich, 6 Wochen, das ist ganz schön lange, hoffentlich hälst du das durch! Aber, die Dinkfrau hat es sich selbst mal gezeigt. Pobacken zusammen, guten Willen gezeigt und den Schalter umgelegt und Klick gemacht. Alles zusammen.

Das waren wirklich aufreibende 6 Wochen. Was ich in diesen Wochen für Gefühlsachterbahnen durch habe (was aber nicht an der Kuhmilch und dem Zucker liegt). Ich habe meine Arbeitsstelle gewechselt, dadurch wurde mir ein riesengroßer megagigantischer Klotz vom Herzen genommen. Ich habe viele Abschiedstränen geweint, viele Wuttränen vergossen, geschimpft, geflucht, mich geärgert, gelacht, entspannt, entschleunigt, geyogat, neue Menschen kennen gelernt, Spaß an der Arbeit gefunden, meinen Chaoskönig geschont (da ich ihm nicht die Ohren vollgejammert habe, wie sehr mich mein Job nervt), vermisst (liebe Kolleginnen) und gemerkt, dass ich zum Glück tolle Menschen kenne. Zwischen all diesem Chaos, habe ich verzichtet und mir Gutes getan. Ich bin auf einem guten Weg angekommen und diesen werde ich weitergehen. Und der Verzicht auf Kuhmilch und Zucker ist ein Teil des neuen Weges.

Danke, liebe Dinkfrau, das hast du gut gemacht!!!

Das müsst ihr auch mal tun, euch selber danken, für das, was ihr täglich leistet. Dankt eurer Seele und dankt euren Körper, das tut gut und hilft.

Herzensgüte würde meine Yoga – Guruline sagen.



In diesem Sinne wünsche ich euch eine Woche voller Herzensgüte!

Eure Dinkfrau



Ach ja, falls ihr es noch nicht bemerkt habt, es wird FRÜHLING.

Mir fällt gerade im Moment noch etwas ein, ich wollte euch ja gerne einen Blogeintrag über den Umgang mit Menschen die einem das Leben schwermachen schreiben. Ein ganzer Eintrag wird das jetzt nicht, aber es sagte mal ein Reikimeister (er behandelte gerade ein Pony mit Edelsteinen): " Gegen Ars..löcher helfen übrigens Pflastersteine!"

Dienstag, 15. März 2016

Immer locker durch die Hose atmen



Ich befinde mich in Woche 5 ohne Zucker und Kuhmilch. Wie ihr lesen könnt, ich lebe immer noch. Das hätte ich selber nicht für möglich gehalten. Ich dachte immer, ich bin ein Mensch, dem es sehr schwer fällt, etwas durchzuhalten. Wobei ich ja der Meinung bin, dass mein Körper weiß, dass ich etwas Gutes für ihn tue und deshalb gelingt es mir. Hatte ich ja in einem vorherigen Blogeintrag schon erwähnt.  Also, hört in euch hinein, ein bisschen und ihr erfahrt mit Sicherheit, was gut für euch ist. Falls ihr das mit dem selber hineinhören nicht schafft, dann sucht euch jemanden, der für euch übersetzt. Körper – Deutsch / Deutsch – Körper (das Deutsch kann natürlich durch jede x – beliebige Sprache ersetzt werden, ist ja klar, ne). Ich habe ja auch eine Übersetzerin gebraucht, die mir das mit Kuhmilch und Zucker übersetzt hat, aber ich habe es auch geschafft, selber etwas zu verstehen, was mein Körper mir gesagt hat. Ok, er war echt deutlich und ich hätte viel früher auf ihn hören sollen (sorry, Körper…). Ich gelobe Besserung, ehrlich…

Vor 2,5 Jahren fing mein Körper schon an, mit mir zu sprechen. Damals teilte er mir durch permanent verspannte Kiefermuskeln, dass ich doch mal was ändern soll in meinem Leben. Ich dachte damals, ich wäre einfach nur urlaubsreif und habe auf den Sommerurlaub hin gefiebert. Dann kam der Urlaub, Portugal. Es war toll, aber die Kiefermuskeln verspannten nach dem Urlaub wieder. Ich habe tausend andere Gründe gefunden und zeitweise entspannten die Kiefermuskeln auch wieder etwas. So habe ich mich dann echt 2,5 Jahre durchgetunnelt. Weitere Ansagen meines Köpers waren dann: Herzrasen, Rastlosigkeit, Ohrengeräusche, schwitzen und immer wieder verspannte Kiefermuskeln. Zum Schluss war es dann so, dass ich mich in der Nacht blutig gekratzt habe. Ja. So hat mein Körper rebelliert.

Vor einem Jahr war ich ja dann zumindest schon mal soweit, dass ich meinen Stressfaktor benannt habe. ARBEIT!!! Aber nicht der Stress durch die Klientel, sondern Stress durch Kollegen. Ich sagte mir:“ Ok, Dinkfrau, ein Jahr guckst du dir das jetzt noch an und wenn sich dann nichts ändert, dann suchst du dir wirklich und ganz real einen neuen Job!!!“ Mein Herz hätte das schon längst getan, aber der Kopf, ja, der Kopf. Der hat mich ausgebremst. Ok, also vor einem Jahr, da war ich eben stehen geblieben. Der Zustand hat sich nicht wirklich verbessert. Im vergangenen Herbst habe ich Mut gefasst und habe versucht, einige Dinge zu klären, mit Kollegen. Das ging aber total in die Hose. Danach wurde es nur noch schlimmer.

Kurze Zeit später habe ich dann endlich Bewerbungen geschrieben und an Heiligabend hatte ich meinen neuen Arbeitsvertrag in der Tasche. Ein gutes Gefühl, das kann ich euch sagen. Eine zenterschwere Last ist von mir abgefallen. Zwei Monate habe ich dann noch an der alten Arbeitsstelle arbeiten müssen. Da kam dann die Nacht, in der ich mich blutig kratzte…Gut, dass ich schon gekündigt hatte.

Und jetzt arbeite ich an meinem neuen Arbeitsplatz. Ich bin entstresst!!! Ich stehe morgens auf und bin entspannt und ich konnte auch einschlafen, ohne Gedanken an die Arbeit. Und dem Chaoskönig sage ich auch nur noch: „Es war schön auf der Arbeit!“ Mehr nicht, er kann das auch noch gar nicht glauben, musste er sich doch die letzten 2,5 Jahre viel viel mehr anhören, täglich…

Ich stehe also auf und stehe noch nicht unter Strom, so wie es vorher war. Ich beginne den Tag entspannt und ich beende ihn entspannt.

Immer locker durch die Hose atmen, hat mal eine Kollegin zu mir gesagt. Damals konnte ich es nicht, jetzt bin ich dabei, es zu lernen. Ich lerne, mir Zeit zu lassen. Ich lerne, mich nicht permanent unter Druck zu setzen. Und ich merke, ich kann es. Zwar verfalle ich hin und wieder in den Stressmodus zurück, aber ich merke es und ich kann es stoppen.

Mein Körper muss nicht mehr so arg mit mir schimpfen.

Ich nehme mir momentan Zeit, für Dinge, die mir Spaß machen und die mir guttun. Yoga, lesen und meinen Blog schreiben. Ich bin aus dem Stress – Hamsterrad rausgehüpft.

Es gibt eben Menschen, die einem das Leben schwermachen. Vielleicht merken sie es manchmal auch gar nicht. Wichtig ist, dass wir es merken und das wir frühzeitig etwas dagegen tun. Was das ist, das muss jeder selber herausfinden. Für mich war es der Jobwechsel. Auch wenn ich mit dieser Handlung viele Menschen zurückgelassen habe, die mir ans Herz gewachsen sind (*schluchz*), manchmal muss das ebenso sein. Ich lasse jetzt einfach zusätzliche Menschen an/ in mein Herz wachsen.

Ich wünsche mir, dass ich für euch demnächst den Blogeintrag: „Umgang mit Menschen, die mir das Leben schwer machen“ schreiben kann. Ich wünsche es mir, aber ich habe dafür auch koch keine Lösung gefunden. Ich bin noch am Suchen und ausprobieren.

Für Tipps dazu bin ich dankbar!



Also, euch eine schöne, entspannte Woche und vergesst nicht, immer mal locker durch die Hose zu atmen!

Eure Dinkfrau



Übrigens: Ich kann jetzt zur Arbeit laufen und fahre keine 36 km mehr…Das finde ich toll, aber ich wäre die 36 km auch gerne noch weiter gefahren um Zeit mit den ´miransherzgewachsenen`zu verbringen…

Samstag, 12. März 2016

Eigentlich wollte ich heute früh ins Bett...





Den Gedanken hatte ich vergangene Woche des Öfteren. Wie es aber dann (zum Glück!!!) oft so ist, kam ich nie vor 1:00 Uhr ins Bett.

Wie es dazu kam. Der Chaoskönig war beruflich unterwegs. Oft handhabe ich es dann so, dass ich mich oft für den Abend verabrede. Vergangene Woche waren es dann 4 Verabredungen.  Da ich mich zur selben Zeit beruflich neu orientiert habe, war ich voller neuer Eindrücke und dementsprechend k.o. , so habe ich mir vorgenommen, trotz der abendlichen Verabredungen doch vor 00:00 Uhr ins Bett zu kommen, da der Wecker früh klingelt und der neue Job mich fordert.

Die erste Verabredung war also am, Dienstag. Ab ins Auto und freudig zum Griechen um mich dort mit zwei netten Damen zu treffen (*rüberzwinker nach F********, die gegrillten Peperoni mit Knoblauch waren so lecker). Das Gespräch hat so gut getan und die Zeit ging so schnell rum. Zu Hause im Bett war ich gegen 1:00 Uhr .

Mittwoch. Der Geburtstag meiner lieben Mama. Leider kann sie nicht gemeinsam mit mir und meiner Schwester und meinem Papa feiern, da sie vor 11 Jahren verstorben ist.  Aber wir haben ihren Geburtstag gefeiert. Sind gut Essen gegangen und hatten einen schönen Abend. Die Gespräche waren gut und die zeit ist wieder mal gerast. Und wieder lag ich gegen 1:00 Uhr im Bett. 

Donnerstag. Heute treffe ich mich mit einer Freundin, die gerade eine schwere Zeit durchmacht. Wir waren Essen (ich musste die ganze Woche nicht kochen!!!). Wie auch an den beiden Abenden zuvor, gute Gespräche und die rasende Zeit. Aus dem Restaurant sind wir eigentlich nicht so spät raus, aber wir kamen dann bei unseren Autos nochmal ins Gespräch und ruck zuck, war die 00:00 Uhr erreicht.

Freitag. Die Tochter einer Freundin hat heute Geburtstag. Da ich die Freundin länger nicht gesehen habe, die perfekte Gelegenheit. Die kleine Tochter war sehr enttäuscht, dass ich erst nach der Geburtstagsfeier da war und dass ich nicht am Samstag zur Feier kommen kann. Auf ihr Angebot, bei ihr im Zimmer zu schlafen, konnte ich leider nicht eingehen. Wir haben uns dann geeinigt, dass ich ihr das Buch vorlese, welches ich ihr zum Geburtstag geschenkt habe. Da war die Kleine zufrieden und mein aufkommendes schlechtes Gewissen verflog. Danach habe ich dann sehr lange, sehr gut mit meiner Freundin geredet. Die Zeit flog wieder dahin und es war diesmal deutlich nach 2:00 Uhr, bis ich im Bett lag.

Was will ich damit sagen? Es war eine tolle Woche!!! Ich war zwar müde, aber glücklich. Mir ist wieder mal bewusst geworden, wie wichtig es ist, Zeit mit tollen Menschen zu verbringen. Jede Minute zählt, jede Minute ist so wertvoll, tut so gut. Gute Gespräche, gute Begegnungen sind so wertvoll, sie heilen. Sie heilen die Wunden, die uns angetan wurden. Oft genug hat man zwangsweise mit Menschen zu tun, die uns das Leben schwer machen (viele von euch haben da direkt jemanden vor Augen, oder?), Arbeitskollegen können solche Menschen sein. Die sucht man sich nicht aus, muss aber mit ihnen klar kommen. Damit solche Menschen es nicht schaffen uns klein zu kriegen, müssen wir oft und viel Zeit mit den Menschen verbringen, die uns gut tun.

Mein Chaoskönig ist zum Glück auch wieder zu Hause…



Eure Dinkfrau

Danke, an all die netten, wertvollen Menschen da draußen in der Welt!



Übrigens sind Woche 3 und 4 ohne Kuhmilch und Zucker auch geschafft.

Montag, 29. Februar 2016

Woche zwei geschafft, mein Körper weiß, was gut für ihn ist



 

Jetzt habe ich die zweite Woche ohne Kuhmilchprodukte und ohne Zucker geschafft. Ich hätte nie gedacht, dass es mir so leicht fallen würde. Vermutlich weiß mein Körper, dass es mir gut tut und macht es mir deshalb so leicht. Das ist etwas, was ich leider etwas verlernt habe, auf meinen Körper hören, auf mein Bauchgefühl hören. Wie oft entscheidet sich das Herz für eine Sache, aber der Kopf sagt etwas anderes. Die Stimme der Vernunft spricht. Ich bemühe mich, jetzt wieder öfter spontan zu handeln und auf mein Herz zu hören. Der Alltag holt mich leider oft ein und ich habe das Gefühl, nur noch zu funktionieren. Ich bin manchmal echt festgefahren. Aber, ich gelobe Besserung. Ich schalte einfach einen Gang runter und tue mehr für mich.

Habt ihr schon mal Yoga ausprobiert? Ich möchte das seit Jahren tun, habe es aber nie getan. Dann hat letzten Sommer bei uns im Ort ein Yoga Shala eröffnet. Eigentlich wollten der Chaoskönig und ich nach der Eröffnung dort direkt mal vorbeischauen. Aber wir hatten so viele andere Sachen um die Ohren, dass wir es glatt vergessen haben. Dann, im November 2015 bin ich irgendwie wieder auf das Shala gestoßen. Ich weiß echt nicht mehr, wie. Egal. Ich bin auf der Homepage gelandet und habe mir das Kursprogramm angeschaut. Das klang alles sehr nett. Dann habe ich etwas ganz tolles entdeckt. Yoga Nidra. Ich erkläre es mal mit meinen Worten (Yogis, bitte seid nicht so ganz so kritisch mit mir, ich beschreibe es so, wie ich es empfinde/verstehe). Wenn man Yoga Nidra macht, wirft man sich in gemütliche Klamotte und dann bereitet man die Wirbelsäule mit yogischen Übungen auf das lange liegen vor. Dann überlegt man sich einen positiv formulierten Vorsatz. Beispielsweise: Ich bin ordentlich. Während des Yoga Nidra wird mal dazu aufgefordert, diesen Satz im Geiste mehrmals zu wiederholen. Der Satz prägt sich dann ins Unterbewusstsein und wir verändern uns. Wichtig ist, dass er positiv und einfach formuliert wird. Also nicht so: Ich möchte nicht mehr so unordentlich sein und deshalb will ich jetzt immer alles aufräumen. Das ist viel zu umständlich für das Unterbewusstsein. Dann gehst los. Man wird durch eine Phantasiereise geführt. Ziel ist, nicht einzuschlafen, falls man doch einschläft, ist das aber auch nicht schlimm. Toll ist es, wenn man den Zustand erlangt, indem man kurz vor dem einschlafen ist. Ja, das haben der Chaoskönig und ich gemacht. Es hat uns so gut getan, es war einfach toll! Davon wollen wir mehr! In dem Yoga Shala wird ab und an Yoga Nidra angeboten, aber es gibt ganz viele andere Yoga Kurse. Ich habe mich dazu entschieden, Hatha Yoga zu praktizieren. Es macht Spaß und tut gut. In den Yogastunden erzählt meine persönliche Yoga – Gurine (weibliche Form von Guru???) auch immer ganz interessante Sachen. Für was die Übungen gut sind und so . Das mit den Chakren verstehe ich noch nicht so ganz, aber das macht nichts. Irgendwann verstehe ich das auch. Eins nach dem anderen. Kopf ausschalten…   Da mich Yoga gerade so begeistert, möchte ich es natürlich zu Hause auch praktizieren. Also habe ich mir Yoga DVDs gekauft. Unter anderem die von Susanne Fröhlich, die macht echt Spaß. Die Einheiten gehen ca. 25 Minuten und sind somit echt für die tägliche Yoga – Session geeignet. Das Hörbuch „Der Hund, die Krähe, das Om … und ich“ von Susanne Fröhlich ist auch sehr zu empfehlen. Gerade für Yoga – Einsteiger, in ganz vielen Sachen, habe ich mich selber entdeckt. Wow, eigentlich wollte ich gar nicht über Yoga schreiben. Und jetzt wurde da so ein langer Beitrag draus. Tja, so ist das eben, wenn man auf sein Herz hört.



Ach so, der Kuchen hat übrigens sehr lecker geschmeckt!



Eure Dinkfrau (die gerade Strohwitwe ist)